Lebzeitige Zuwendungen

Beweggründe für Schenkungen zu Lebzeiten sind vielfältig. In Frage kommen zum Beispiel der Finanzbedarf von Nachkommen für den Erwerb von Eigenheimen oder der Erhalt von Vermögen innerhalb der Familie und der Schutz vor dessen Verbrauch bei einem möglichen Pflegeheimeintritt. Die Ausrichtung jeder lebzeitigen Zuwendung ist im Voraus sorgfältig und einzelfallbezogen zu überdenken und zu planen. Eine unüberlegte, ungenügende oder gar keine Regelung kann nämlich zu bösen Überraschungen sowie zu damit einhergehenden Streitigkeiten führen. Aus diesem Grund sollten Schenker stets schriftlich anordnen, ob und zu welchem Wert Begünstigte sich Zuwendungen an ihren Erbanteil anrechnen lassen müssen. Das gesetzliche vorgesehene Pflichtteilsrecht bildet dabei eine Schranke solcher Anordnungen. Des Weiteren ist etwa zu berücksichtigen, dass lebzeitige Veräusserungen auch Auswirkungen auf die Sozialhilfe haben können. Wird ein Schenker zu einem späteren Zeitpunkt sozialhilfeabhängig, kann dies im Rahmen der Verwandtenunterstützungspflicht ungewollte finanzielle Konsequenzen für die Beschenkten haben. Je nach Einzelfall können lebzeitige Schenkungen beim Schenker den Verlust von Ergänzungsleistungen bedeuten. Nicht zuletzt sollte auch bedacht werden, dass lebzeitige Veräusserungen in gewissen Konstellationen steuerrechtliche Folgen nach sich ziehen können. Gerne stehen wir Ihnen bei all diesen, sich in Zusammenhang mit lebzeitigen Zuwendungen stellenden Fragen mit Rat und Tat zur Seite und finden für Sie und Ihre Begünstigten eine optimale und massgeschneiderte Lösung.