Stellenmeldepflicht

Als Folge der Masseneinwanderungsinitiative müssen Arbeitgeber in der Schweiz seit dem 1. Juli 2018 offene Arbeitsstellen in jenen Berufsgattungen, in welchen die gesamtschweizerische Arbeitslosenquote den Schwellenwert von acht Prozent erreicht oder überschreitet, den Regionalen Arbeitsvermittlungsstellen melden. Ab dem 1. Januar 2020 wird dieser Schwellenwert sogar auf fünf Prozent gesenkt. Betroffen sind heute vor allem Berufe der Baubranche, der Marketingbranche, der Hotellerie, des Gastgewerbes, der Uhrenindustrie, der Telefondienste, der Landwirtschaft, der Hauswirtschaft, der Magazin- und Lagerbewirtschaftung und des Schauspiels. Zwecks Vermeidung unnötiger negativer Auswirkungen der Stellenmeldepflicht sind gewisse Ausnahmen von dieser Meldepflicht vorgesehen. Dazu gehört beispielsweise die Besetzung von Arbeitsstellen mit Personen innerhalb eines Unternehmens, einer Unternehmensgruppe oder eines Konzerns, welche bereits seit mindestens sechs Monaten bei diesem angestellt sind. Der Prozess des Stellenmeldeverfahrens ist präzise vorgeschrieben. Es empfiehlt sich, das vorgegebene Verfahren einzuhalten. Bei einer Verletzung der Vorschriften der Stellenmeldepflicht droht nämlich eine Busse von bis zu CHF 40 000. Gerne klären wir Sie im Detail über Ihre zusätzlichen Pflichten als Arbeitgeber auf und unterstützen Sie tatkräftig bei der praktischen Umsetzung dieser neuen gesetzlichen Bestimmungen.